----- Gilcole Críonán ad Dunwill - Das Volk der Rhwn Cor'rak -----
1. Einleitung:
»Die Rhwn Cor’rak sind ein altes Volk. Es gibt sie schon seit vielen tausend Jahren; es gab sie schon, als es auf Ancallon noch keine Menschen gab, und es wird sie noch geben, wenn der letzte Mensch Ancallon verlassen haben wird.«
(R. C. de Clamhán, "Day of Dark")
Derzeit sieht es allerdings nicht danach aus, als ob die alte Rasse der Rhwn Cor’rak die Menschen überleben könnte. Aus Angst und Unwissenheit haben die Menschen seit altersher nicht nur versucht, die Zahl der Rhwn Cor’rak klein zu halten, sondern vielmehr, sie vollends auszurotten. So wird die Zahl der heute noch lebenden Rhwn Cor’rak auf etwa 200 geschätzt; etwa die Hälfte von ihnen lebt in Gwynthall, ihrer einzigen Stadt, der Rest zieht in kleinen Gruppen durch die Hochgebirge Carraigs und der AWT.
Erst im Jahr 809 hat Carraig als letztes der Länder des Nordpaktes dem Anhang 1 zur Konvention von Criallfortune zugestimmt, durch den die Rhwn Cor’rak den gleichen Schutz gewisser Grundrechte erhalten wie die Menschen. Jedoch gilt diese Gleichstellung immer noch nur auf dem Papier: zu groß ist die Angst vor dem Unbekannten, und immer noch wird abgewertet, was nicht verstanden werden kann.
Diese Abhandlung soll helfen, die fremdartigen und oft grausam erscheinenden Bräuche der Rhwn Cor’rak besser zu verstehen, und auch die letzten Vorurteile gegenüber dem einzigen Elbenvolk Ancallons abzubauen, damit nach vielen Jahren von Haß, Unterdrückung und Vertreibung schließlich ein friedliches Miteinander möglich wird.