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Literatur

Luitwin Rémý

Der Klang der Stille

Mein Schritt trägt mich schnell durch die einsamen Gassen,
ich weiß, was ich suche; ich weiß, was ich will.
Lärm dringt zu mir aus entfernteren Straßen,
wo immer ich gehe, niemals ist es still.

Auf Suche nach Ruhe steh ich unter Bäumen,
leis fegt der Wind durch den einsamen Wald.
Nicht einmal hier ist von Stille zu träumen,
doch wartet nur, wartet: ich finde sie bald.

Auf Suche nach Schweigen betracht ich das Leben,
doch Stimmen in mir lassen ihm keinen Raum.
Laut schlägt mein Herz. Wieviel muß ich noch geben?
Der Klang der Stille bleibt nichts als ein Traum.

Ohnmächtig will ich das Laute verfluchen,
all dies vergeben, vergessen, verzeihn.
Ein Ort bleibt mir, die Stille zu suchen.
Wo Leben nicht ist, kann nur Schweigen sein.

----- Übersetzung: L. Tolkin


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