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Literatur

Luitwin Rémý

Herbst

Golden verneigt sich noch einmal die Sonne,
güldene Strahlen liebkosen die Welt.
Und auf den Feldern schreien die Krähen,
schlagen die Flügel und rufen zur Nacht.
Drehen und stürzen sich, fallen und drehen,
haben des Tags noch den Sommer verlacht.

Sturmwind entreißt schon den Bäumen die Blätter,
treibt sie und wirbelt sie wild vor sich her.
Und auf den Feldern schreien die Krähen,
spreizen die Schwingen und rufen zur Nacht.
Und aus den übrig gebliebenen Halmen
wird auf den Feldern ein Feuer entfacht.

Wild ist die Leidenschaft, die in uns lodert,
flammenden Strohfeuern gleich, jeden Herbst.
Und auf den Feldern tanzen die Mädchen,
wirbelnd die Röcke und bitten zur Nacht.
Drehen und wiegen sich, springen und drehen,
haben des Tags an den Sommer gedacht.

----- Übersetzung: A. Kuntze


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