Frühjahr, ruft die Welt; so mag die Zeit beginnen.
Der Winter sei vorüber, frisch und neu das Jahr.
Und wie die ersten Frühlingssonnenstrahlen Licht gewinnen,
so mögen wir nun hell und klar ganz neue Träume spinnen,
Vergessen, welche dunkle Nacht zuvor gewesen war.
Wenn Sommer kommt, dann können Träume fliegen.
Jetzt ist die Zeit, jetzt gebt den Träumen Raum!
Jetzt könnten sie der Wahrheit wohl genügen!
Doch nein, sie werden weiterhin verschwiegen;
Und was ein Traum ist, bleibt uns noch ein Traum.
Und ist es Herbst, in dem wir Träume brennen?
Die gold’ne Flamme einer frühen Nacht?
Was hindert uns, die Träume zu benennen,
und sie als uns’re Wünsche zu erkennen,
so daß sie nicht verloren sind, wenn wir erwacht?
So legt der Winter in uns sich alsbald hernieder;
und friert mit Eisesfingern uns’re Wünsche ein.
Und nichts gibt uns’rem Traum die Sonne wieder,
Und niemals wieder hört man Traum- und Sommerlieder.
So wird mit uns und in uns selbst das Jahr verloren sein.
Es hat die gold’ne Flamme einer frühen Nacht
Uns wieder einmal um das Jahr gebracht.