Es war ein düstrer Tag. Schwer fiel der Regen,
Und dunkle Wolken deckten mich mit Stille zu.
Ich glaubte mich allein. Es war niemand zugegen,
der mich aus meiner schwarzen Stimmung riß,
Auch wollt’ ich nicht. Ich war ja jung, und sehnsuchtsvoll.
Ich suchte, mich in Stille zu verlieren.
Ich war ja jung, und wahrhaft sorgenfrei.
So ging ich oft allein im Wald spazieren,
Und stets war dort mir Einsamkeit gewiß,
Doch war ich nicht alleine dort an jenem Tag.
Denn gleichwohl suchtest Du wie ich Besinnung
am frühen Abend. Ich sah mich selbst in Dir.
Mein Tag war anders nun, und heller meine Stimmung,
Ich sah Dich dort und sah mich nimmermehr.
Ich war nicht mehr allein, und es war richtig nun.
Du sprachst nicht. Schweigend sahst du zu den Sternen,
Die wundersam nun zwischen Wolken strahlten.
Ich sah gleichwohl zum Himmel, in die Ferne.
Und fühlte dabei Nähe, die ich nie zuvor gekannt,
und meine Nächte würden nicht mehr einsam sein.
Ich sah dich wieder dort, von da an jede Nacht.
Es waren lange Tage, bis wir endlich sprachen,
und jeden Augenblick hab ich an den Moment gedacht,
da ich, ruhig unter Sternen, Dich erblickte.
Wenn wir bald sprachen, was nur wären Worte?
"Wir kennen uns", sprach ich Dich an. Nicht anders
wußt’ ich zu sagen, was ich in mir fühlte.
"So wie Du jede Nacht hier unter Sternen wanderst,
hab ich erkannt, wieviel in uns im gleichen Rhythmus geht."
Du lächeltest mich an und schwiegst dazu.
Und seit dem Tage habe ich gefunden
Was ich so lange Zeit zuvor vergeblich suchte,
in vielen Nächten, unsagbaren Stunden:
die inn’re Ruhe, die mich endlich glücklich machte;
die inn’re Stille, die mir endlich Sinn verhieß.