In der Ruhe einer Winternacht
fällt seidenweich der Schnee,
er küßt die Erde sanft und sacht,
deckt sie mit weißer Winterpracht -
dort wo ich steh'.
In der Stille einer Sommernacht
fällt irgendwo ein Stern.
Vielleicht stirbt eine fremde Macht,
hab' ich im Augenblick gedacht -
unendlich fern.
Gleichgültig stand ich im Wintertal,
freute mich nicht an den tanzenden Kristallen,
Doch der Sommerstern war mir trotz aller Ferne nah,
Und unsinnig schwer war mir der Anblick seines Fallens,
und unsinnig hart traf mich der Anblick jenes Todes.
Und während noch in mir der Winter lacht,
"Wieviel Zeit hast du hier, wieviel auf jenem Stern verbracht?"
Erkenne ich schließlich, was ich stets übersah.
Daß alles, was mir stets nichtig erschien,
Mit Ruhe betrachtet, voller Schönheit ist,
Doch all das, was mir stets wichtig erschien,
Nicht bedeutender ist als der Tod eines Sternes.