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Literatur

Luitwin Rémý

Vergessene Tage

(für Cadlan ad Skýén)

Dunkel sind Häuser und Straßen.
Kein Mond erhellt diese Nacht.
Ich irre allein durch die Gassen,
versuche Gedanken zu fassen -
den ganzen Tag hab' ich nichts and'res gemacht,
hab' den ganzen Tag nur an Dich gedacht.

Ich habe versucht zu vergessen.
Bin über die Felder gerannt.
Bin lange am Stadtrand gesessen,
hab Hoffnung in Stunden gemessen -
ich hielt die Erinnerung in meiner Hand,
den Stein, den ich vor Deiner Haustür fand.

Ich sehe kein Licht in den Straßen.
Kein Mond bescheint diese Welt.
Und magst Du mich morgen auch hassen,
ich werde das Dunkel verlassen -
da es nichts mehr gibt, das die Nacht erhellt.
Und magst Du mich morgen verfluchen,
ich werde die Küste besuchen -
den Stein werfen, zusehen, wie er fällt,
die Klippen hinab, bis er unten zerschellt.

----- Übersetzung: E. Paiste


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